Gartenbahn Nachrichten

Ein Fahrtag im Juli oder die Schotterzüge rollten

21.08.2020 16:45 von Matthias Hußmann

Schotterzug auf der Rhein-Lahn Bahn
Schotterzug auf der Rhein-Lahn Bahn

Trotz Corona bedingte Einschränkungen und behördliche Auflagen wurde die Pflege und Optimierung des Betriebsgeländes der Gartenbahn nicht vernachlässigt. Soweit wie möglich arbeiteten nur zwei Vereinsmitglieder als Team zusammen. So wurden Steine für die Brückenrampen besorgt und eingebaut. Das Gleis wurde ausgerichtet und am Wochenende im Juli rollten dann die Schotterzüge. Bis zu vier Züge waren gleichzeitig auf der Anlage unterwegs.  Holten Schotter am Materiallager ab, wechselten im Bahnhof Victoriabrunnen die Fahrrichtung und schoben die beladenen Schotterwagen rückwärts die Süd Rampe hoch. Nach entladen der Wagons und verteilen des angelieferten Schotters fuhren die leeren Züge wieder zum Materiallager zur erneuten Beladung. Der eine oder andere wird einwenden, dass keine Modellwagons zum Schottern eingesetzt wurden, Modelle von Schotterwagons sind eigentlich zu schade für derartige grobe Arbeiten. Aber Flachwagen mit bis zu vier 10 bzw. 15 Liter Mörteleimer waren genau richtig, Es wurde keine Strichliste geführt wieviel Züge Material beibrachten aber geschätzt wurden wohl 2 Tonnen Schotter bewegt und verteilt. Das Feierabendbier am Pavillon zum Rheinblick schmeckte auch unter Beachtung der Abstandsregelung.

Es waren nicht nur Schotterzüge am Wochenende im Juli unterwegs, der eine oder andere Gast oder auswärtiges Vereinsmitglied hat trotz Corona bedingter Einschränkung den Weg nach Lahnstein gefunden, um seine Loks und Waggons, die optimiert wurden, zu präsentieren. Eine Dampflok der Baureihe 24 und eine Diesellok der Baureihe 45(!) in den Farben der luxemburgischen Eisenbahnverwaltung fand den Weg nach Lahnstein.

Auch das Elektro Team nutzte die Zeit, um weitere Weichen mit elektrischen Antrieben auszustatten. Der Fahrbetrieb nähert sich dadurch immer mehr der „großen Bahn“ und gestattet nun Fahrten zum Pavillon „Rheinblick“ über die Doppelkreuzungsweiche am Gleisdreieck oder auch in Zukunft die Fahrt über die Brücke ohne Namen. Entsprechende Hausungen für die notwendigen Akkus werden im 3 D Druck nach und nach, in Anlehnung an die bahntypischen Wellblechhäuschen, angefertigt. Um die Akkus und die recht empfindliche Elektronik zu schützen, dienen einfache Putzeimer als Notlösung.

Die Süd-Rampe ist damit fertiggestellt und sicher befahrbar, das erhöht natürlich die Motivation auch die Nordrampe der Brücke so schnell wie möglich fertig zu mauern und zu schottern. Am nächsten Fahrtag soll dann die Fahrt über die noch namenlose Brücke sicher möglich sein.

Wer Schotterzüge fährt und Schotter verteilt hofft nicht nur auf ein Feierabendbier am Pavillon „Rheinblick“, sondern erwartet auch eine kräftige Gulaschsuppe zur Stärkung nach getaner Arbeit. Auch wenn das Bild täuscht wurden, die Abstand- und Hygieneregelung wurden beachtet. Ein Probieren und Abschmecken der Suppe ist nur ohne Mund- und Nasenschutz möglich. 

Leider mussten wir wegen Corona alle Mitfahrten absagen. Wir zeigen aber gerne interessiertem Publikum bei nächster Gelegenheit unsere Anlage und die vorhandenen Eisenbahnmodelle.

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